Darstellung
Täuschungsschutz
examundo protokolliert während einer digitalen Klassenarbeit bestimmte Browserereignisse. Wie streng das geschieht, legst du für jeden Termin fest: mit Hinweisen und Sperre, nur mit Hinweisen oder gar nicht. Das unterstützt die Aufsicht, kann Täuschungsversuche im Browser aber nicht vollständig verhindern.
Aufsicht im Browser einstellen
Im Bereich Termine wählst du beim Anlegen oder Bearbeiten eines Termins die Aufsicht im Browser.
| Stufe | Was passiert |
|---|---|
| Hinweise und Sperre | Jedes gezählte Ereignis zeigt einen Hinweis mit Zählerstand. Beim dritten Hinweis wird die Klassenarbeit gesperrt, bis du die Sperre aufhebst. Mit dieser Stufe beginnt jeder neue Termin. |
| Nur Hinweise | Jedes gezählte Ereignis zeigt einen Hinweis und erscheint im Live-Dashboard. Gesperrt wird nicht. |
| Aus | Fensterwechsel und die übrigen Ereignisse werden weder gezählt noch gespeichert, und das Vollbild ist nicht vorgeschrieben. Kopieren, Einfügen und Diktat bleiben gesperrt. Gespeichert wird nur, ob die examundo-App den Prüfungsmodus gestartet hat und ob jemand auf einem anderen Gerät wieder eingestiegen ist. |
Ohne Sperre für einzelne Schüler:innen
Braucht jemand einen Nachteilsausgleich, etwa weil ein Hilfsmittel das Vollbild verlässt, wählst du in der Code-Liste des Termins ⋯ → Ohne Sperre (Nachteilsausgleich). Während der Klassenarbeit geht das auch im Live-Dashboard mit dem Knopf Ohne Sperre in der Zeile. Für diesen Code erscheinen weiter Hinweise, gesperrt wird aber nicht.
Vorgabe der Schule
Eigentümer:innen eines Teams legen auf der Seite des Teams unter Aufsicht im Browser fest, welche Stufe höchstens erlaubt ist: keine Vorgabe, höchstens Nur Hinweise oder Aus für alle. Die Vorgabe gilt für alle Mitglieder, auch für Klassenarbeiten im persönlichen Arbeitsbereich. Ein Termin mit einer strengeren Stufe läuft dann mit der erlaubten.
Protokoll und Aufbewahrung
Jede Änderung der Stufe, jedes Ohne Sperre und jedes Entsperren steht mit Person und Zeitpunkt im Protokoll. Die erkannten Ereignisse bleiben zwölf Monate gespeichert. Wird die Klassenarbeit, der Termin oder der Code vorher gelöscht, löscht examundo die zugehörigen Ereignisse innerhalb einer Stunde mit.
Erkannte Ereignisse
Gezählte Integritätshinweise
Die folgenden vier Ereignisse zählen als Integritätshinweis. Die betroffene Person sieht jeweils einen Hinweis mit dem aktuellen Zählerstand.
| Ereignis | Erkennung |
|---|---|
| Tab- oder Fensterwechsel | Die Seite der Klassenarbeit verliert den Fokus oder wird verdeckt (auf Tablets zählt nur das Verdecken, weil der Fokus dort schon beim Tippen in die Adressleiste wechselt) |
| Vollbild verlassen | Der Vollbildmodus wird beendet, nur auf Rechnern |
| Seite versteckt | Die Seite ist nicht mehr sichtbar, etwa beim Wechsel in eine andere App |
| Entwicklerwerkzeuge oder Bildschirmfoto | Tastenkombinationen F12, Strg+Umschalt+I/J/C, Cmd+Alt+I/J/C sowie Druck, Cmd+Umschalt+3/4/5, Windows+Umschalt+S |
Protokollierte Ereignisse (zählen nicht)
Diese werden aufgezeichnet und der Lehrkraft angezeigt, führen aber nie zu einer Sperre.
| Ereignis | Erkennung |
|---|---|
| Einfügen blockiert | Einfügen im Antwortfeld, wird zugleich unterbunden |
| Kopieren blockiert | Kopieren im Antwortfeld, wird zugleich unterbunden |
| Kontextmenü | Rechtsklick im Bereich der Klassenarbeit |
| Diktat blockiert | Spracheingabe über die Diktierfunktion des Betriebssystems |
| Browser-Seitenleiste | Fensterbreite schrumpft um mehr als 400 Pixel bei sichtbarer Seite, nur auf Rechnern |
| Gerät ausgesetzt | Lücke von mehr als 30 Sekunden zwischen zwei Prüfintervallen, etwa bei zugeklapptem Gerät |
| Übersetzung der Seite | Der Aufgabentext wird durch die Übersetzungsfunktion von Browser oder Gerät umgeschrieben |
| Ersetzen blockiert | Ersetzen von Text im Antwortfeld über eine Systemfunktion, etwa „Übersetzen“ oder Schreibwerkzeuge, wird zugleich unterbunden |
| Gerät gewechselt | Wiedereinstieg auf einem anderen Gerät oder in einem anderen Browser als zuvor |
Warum Seitenleiste und ausgesetztes Gerät nicht zählen
Beide Ereignisse können beim Ändern der Fenstergröße oder Zuklappen des Geräts auftreten. Sie werden deshalb nur protokolliert. Du kannst sie in der Liste der Hinweise prüfen.
Gerät und Browser
Beim Start und bei jedem Wiedereinstieg hält examundo Geräteart und Browser fest, etwa „iPad · Safari“, „iPad · App“ oder „Windows · Chrome“. Du siehst die Angabe im Live-Dashboard unter dem Namen und in der Korrekturansicht einer Abgabe. So erkennst du, wer im Browser schreibt und wer in der examundo-App mit Prüfungsmodus.
Sperre nach drei Hinweisen
Bei der Stufe Hinweise und Sperre sperrt examundo die Klassenarbeit nach 3 gezählten Hinweisen automatisch. Auf dem Gerät erscheint eine Sperrmeldung, und die Bearbeitung ist beendet, bis die Lehrkraft die Sperre aufhebt.
Bei jedem gezählten Ereignis zeigt das Gerät einen Hinweis mit dem aktuellen Zählerstand (z. B. „Hinweis 2/3“). Bei Nur Hinweise steht dort nur „Hinweis“, ohne Zählerstand.
Entsperrung
Die Lehrkraft kann im Live-Dashboard die Sperre aufheben. Der Zähler steht danach wieder auf 0, und die Schülerin oder der Schüler kann weiterarbeiten. Wer wann entsperrt hat, steht im Protokoll.
Ein Wechsel zählt einmal
Löst ein einzelner Vorgang mehrere Ereignisse aus, etwa ein Tab-Wechsel, der zugleich die Seite verbirgt und den Fokus nimmt, zählt examundo nur einen Hinweis.
Vorbeugende Maßnahmen
- Prüfungsmodus in der App: Auf dem iPad schreibt die Klasse in der examundo-App. Solange die Klassenarbeit läuft, sind andere Apps, der App-Wechsel, Mitteilungen, Bildschirmfotos, Bildschirmaufnahmen, Bildschirmspiegelung, Diktierfunktion, Autokorrektur und Tastaturen anderer Anbieter gesperrt. Ob der Prüfungsmodus gestartet ist, steht im Protokoll der Abgabe.
- Vollbild: Auf Rechnern läuft die Klassenarbeit im Vollbild, außer bei der Stufe Aus. Verlässt jemand das Vollbild, verdeckt ein Hinweis die Klassenarbeit, bis das Vollbild wieder an ist.
- Kopieren und Einfügen gesperrt: In Antwortfeldern sind Kopieren und Einfügen blockiert. So lässt sich auch kein Text aus einem Übersetzer einfügen.
- Kontextmenü gesperrt: Rechtsklick ist deaktiviert.
- Spracheingabe gesperrt: Diktierfunktionen des Betriebssystems werden erkannt und blockiert.
- Übersetzung gesperrt: Die Seite der Klassenarbeit ist für die Seitenübersetzung von Browsern als nicht zu übersetzen gekennzeichnet. Aufgabentexte lassen sich nicht markieren, sodass „Übersetzen“ und „Nachschlagen“ auf markiertem Aufgabentext nicht verfügbar sind.
- Ein Code, eine Sitzung: Jeder Zugangscode funktioniert nur für eine einzige Sitzung. Ein zweiter Anmeldeversuch wird blockiert, bis die Lehrkraft ihn freigibt.
- Wasserzeichen: Zugangscode, Datum und Uhrzeit liegen als Wasserzeichen über der ganzen Seite. Ein Bildschirmfoto lässt sich so einer Sitzung zuordnen.
- Zoom gesperrt: Zoomen mit zwei Fingern ist auf der Seite der Klassenarbeit gesperrt. So vergrößert niemand die Seite auf dem Tablet aus Versehen.
Zeit, Speichern und Hinweise
- Bearbeitungszeit: examundo prüft die Bearbeitungszeit selbst. Eine verstellte Uhr am Gerät ändert sie nicht.
- Automatisches Speichern: Antworten werden automatisch gespeichert, kurz nachdem die Schülerin oder der Schüler aufhört zu tippen.
- Hinweise zu jeder Abgabe: Zu jeder Abgabe sieht die Lehrkraft alle erkannten Ereignisse mit Art und Zeitpunkt.
Eigene Klassenarbeit testen
Testest du deine eigene Klassenarbeit über ⋯ → Im Schüler-Modus testen, legt examundo eine Probeabgabe an und markiert sie als Vorschau. Dabei ist der Täuschungsschutz aus: kein Vollbild, keine Erkennung von Tab-Wechseln, keine Sperre für Kopieren oder Kontextmenü und keine gezählten Hinweise. So klickst du die Klassenarbeit in Ruhe durch, ohne dich selbst auszusperren.
Das gilt nur für diesen Test, den nur die Lehrkraft starten kann. Bei den Zugangscodes der Schüler:innen gilt die Stufe, die am Termin eingestellt ist.
Einschränkungen
Nicht vollständig verhindern lassen sich:
- Ein zweites Gerät neben dem Bildschirm, etwa ein Smartphone
- Screenshots über Hardware-Tasten oder externe Geräte
- Browser-Erweiterungen, die vor dem Beginn der Klassenarbeit installiert wurden
Das Protokoll zeigt erkannte Ereignisse. Ob ein Täuschungsversuch vorliegt, beurteilt die Lehrkraft anhand der Situation.