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Kompetenzen ​

Eine Kompetenz ist die feste Bezeichnung hinter einem Bewertungskriterium, etwa „indefinido/imperfecto“, „Aufgabenbezug“ oder „Rechenweg“. Du wählst sie beim Erstellen der Klassenarbeit aus, an der Stelle, an der du ohnehin festlegst, worauf du Punkte vergibst.

Dieselbe Kompetenz in mehreren Klassenarbeiten ​

Verwendest du dieselbe Kompetenz in mehreren Klassenarbeiten, kann examundo die Ergebnisse zusammen auswerten. Unterschiedlich benannte Kriterien wie „Vergangenheitszeiten“ und „indefinido/imperfecto“ werden ohne diese Zuordnung als getrennte Einträge behandelt.

Mit einer ausgewählten Kompetenz bleibt die Zuordnung stabil, auch wenn du die Bezeichnung später umbenennst. Nur so kann examundo zeigen, in welchen Bereichen sich eine Schülerin verbessert hat und welche Fehler wiederkehren.

Kompetenz einer Aufgabe zuordnen ​

Am schnellsten verknüpfst du direkt in der Aufgabe: Öffne die Klassenarbeit, gehe in den Editor und klappe die Aufgabe auf. Öffne unterhalb der Punkte den Aufklapper Erweiterte Optionen; dort findest du unter Schwierigkeit das Feld Kompetenz. Ist bereits eine Kompetenz gesetzt, steht sie in der Kopfzeile des Aufklappers und der Bereich ist von Anfang an geöffnet.

  1. Ein Klick auf die Auswahl öffnet die Liste. Tippen filtert; angezeigt werden die zum Fach passenden Kompetenzen und die fachübergreifenden.
  2. Ist nichts Passendes dabei, tippe die gewünschte Bezeichnung und wähle „… anlegen“.
  3. Die Auswahl speichert automatisch. Die ganze Aufgabe ist damit dieser Kompetenz zugeordnet, und darauf bauen Lernprofil und Übungen auf.

Lange Bezeichnungen werden hier vollständig und mehrzeilig angezeigt. In der schmalen Auswahl am Bewertungskriterium (unten) wird ein langer Name gekürzt; der volle Name erscheint beim Überfahren mit der Maus.

Für eine feinere Zuordnung kannst du zusätzlich einzelne Bewertungskriterien mit Kompetenzen verknüpfen (siehe unten).

Kompetenz einem Kriterium zuordnen ​

Beim Bearbeiten einer Kurzantwort- oder Freitext-Aufgabe schaltest du das Bewertungsraster ein. Jede Zeile hat dann neben Bezeichnung und Punkten eine Auswahl Kompetenz wählen:

  1. Ein Klick auf die Auswahl öffnet die Liste.
  2. Tippen filtert. Die Liste zeigt die zum Fach passenden Kompetenzen und die fachübergreifenden wie „Aufgabenbezug“.
  3. Ist nichts Passendes dabei, tippe die gewünschte Bezeichnung und wähle „… anlegen“. Die neue Kompetenz gehört dir und steht ab sofort in allen deinen Klassenarbeiten zur Verfügung.

Ein Kriterium braucht keine Kompetenz: Punkte und Note funktionieren normal, das Kriterium erscheint dann nur nicht in der Kompetenz-Auswertung. Der Hinweis unter dem Raster erinnert dich daran.

Die Übersichtsseite ​

Unter Kompetenzen in der Navigation findest du:

  • Vorschläge: Bezeichnungen, die über importierte Klassenarbeiten hinzugekommen sind. Sie zählen erst, wenn du sie bestätigst.
  • Eigene Kompetenz anlegen: Bezeichnung eintragen, Art wählen (fachlich, sprachlich oder methodisch) und optional ein Fach zuordnen.
  • Die vollständige Liste, gruppiert nach Art.

Einträge mit der Marke Katalog liefert examundo mit. Du kannst sie verwenden, aber nicht ändern oder löschen. Möchtest du eine andere Bezeichnung, lege eine eigene Kompetenz mit demselben Schlüssel an. Dann siehst du deinen Namen, und die Auswertung bleibt trotzdem verbunden.

Bezeichnung ändern ​

Bei einer eigenen Kompetenz kannst du die Bezeichnung jederzeit über Umbenennen anpassen, etwa um einen Tippfehler zu korrigieren. Der Schlüssel bleibt dabei gleich: er steckt in Aufgaben und Auswertungen, deshalb ändert sich nur der angezeigte Name, nicht die Verknüpfung. Katalog-Einträge lassen sich nicht umbenennen.

Vorschläge bestätigen oder zusammenführen ​

Bei einem Vorschlag hast du drei Möglichkeiten:

  • Bestätigen: Der Vorschlag wird zu einer normalen Kompetenz und erscheint ab sofort in der Auswahl.
  • Zusammenführen: Du gibst den Schlüssel einer vorhandenen Kompetenz an. Alle Aufgaben, die den Vorschlag verwenden, werden mit umgehängt, und die Auswertung führt beide als eine Kompetenz.
  • Verwerfen: Der Vorschlag verschwindet.

Stilllegen statt löschen ​

Löschst du eine Kompetenz, die du bereits verwendet hast, wird sie stillgelegt: sie verschwindet aus der Auswahl, aber bereits bewertete Klassenarbeiten behalten ihre Zuordnung. Die bisherigen Auswertungen bleiben erhalten.

Kompetenzen in der Korrektur ​

Sobald eine Klassenarbeit bewertet wird, erscheinen über den Bewertungsfeldern kleine Marken mit den erkannten Kompetenzen. Sie kommen aus fünf Quellen:

  • Aus deinem Bewertungsraster: Du hast das Kriterium beim Erstellen einer Kompetenz zugeordnet, und die vergebenen Punkte sind die Rückmeldung. Diese Marken sind gesetzt und brauchen keine Bestätigung.
  • Aus der automatischen Korrektur: bei Aufgaben ohne Raster, die eine Kompetenz für die ganze Aufgabe tragen.
  • Aus der Sprachprüfung: wiederkehrende Rechtschreib- und Grammatikmuster.
  • Als KI-Vorschlag: Die KI ordnet nur den Kompetenzen zu, die du auf dieser Aufgabe hinterlegt hast. Fehlt eine passende Kompetenz, schlägt examundo sie dir in der Kompetenz-Übersicht vor. Diese Marken zählen erst, wenn du die Bewertung bestätigst. Übernimmst du den KI-Vorschlag mit seinen Punkten, gelten die sicheren Marken als übernommen. Gibst du andere Punkte oder löschst du die Bewertung, sind sie wieder zu prüfen.
  • Von dir ergänzt: Während der Korrektur kannst du eine Kompetenz von Hand hinzufügen oder einen mit einer Kompetenz verknüpften Kommentar-Baustein einsetzen. Solche Marken sind sofort gesetzt und brauchen keine Bestätigung.

Marken, die noch nicht sicher genug sind, erkennst du am Hinweis zu prüfen. Mit ✓ übernimmst du sie, mit ✕ verwirfst du sie. Eine verworfene Marke kommt nicht zurück, auch wenn du die Note später noch einmal änderst.

Die angezeigte Sicherheit berücksichtigt, wie oft ein Muster in der Antwort vorkommt und ob mehrere Prüfungen zum selben Ergebnis kommen. Prüfe die Zuordnung anhand der Antwort, bevor du sie übernimmst.

Leere Antworten ​

Aus einer leeren Antwort leitet examundo nie eine Kompetenzlücke ab. Null Punkte können viele Gründe haben: Die Aufgabe wurde nicht verstanden oder missverstanden, oder die Zeit hat nicht gereicht. Eine unbearbeitete Aufgabe sagt nichts darüber aus, was die Schülerin oder der Schüler kann.

Die Auswertung: Klasse und einzelne Schüler:innen ​

Beides findest du unter Klassen, wenn du eine Klasse öffnest. Dort liegen auch der Lernverlauf, die Kurve je Kompetenz mit dem Band der Klasse, und die Lernstandschecks, mit denen du zwischen zwei Klassenarbeiten weitere Messpunkte setzt.

Förderbereiche der Klasse ​

Über der Liste der Klasse siehst du, welcher Anteil der Klasse in einem Bereich zuletzt noch unsicher war, ergänzt um die Anzahl der betroffenen Personen. Die Bereiche sind nach Förderbedarf sortiert. Berücksichtigt werden nur Klassenarbeiten aus dem Fach der Klasse.

Gezählt wird jeweils die neueste Klassenarbeit, in der ein Bereich vorkam. Was jemand inzwischen behoben hat, erscheint deshalb nicht in der Liste.

Lernprofil einer Schülerin oder eines Schülers ​

Unter den Förderbereichen steht Lernprofile mit einer Leiste aller Schülerinnen und Schüler der Klasse. Ein Klick wechselt das Profil, du musst nichts aufklappen. Wer noch kein Profil hat, bleibt in der Leiste, ist aber nicht anwählbar. Eine kleine Zahl am Namen sagt, wie viele Bereiche bei dieser Person gerade noch unsicher sind, damit du siehst, wo es sich lohnt hinzuschauen.

Das Profil ist nach Fach getrennt. Jedes Fach hat eine eigene Tabelle. Kommt dieselbe Kompetenz in mehreren Fächern vor, wertet examundo sie für jedes Fach getrennt aus.

Pro Fach siehst du:

  • Eine Bilanzzeile, zum Beispiel „2 sitzt · 1 besser geworden · 1 in Arbeit · 1 wiederholt“.
  • Eine Zeile für jede Kompetenz, die schwächste zuerst. Rechts siehst du den Verlauf als Stufenspur: Jede Klassenarbeit ist eine Stufe, ihre Höhe zeigt das Niveau, und die letzte Stufe ist der aktuelle Stand. Daneben steht das Niveau als Wort.

Fahre über eine Stufe, um zu sehen, aus welcher Klassenarbeit sie stammt. Eine schraffierte Stufe oder ein Strich („-“) in der Tabelle heißt: Diese Klassenarbeit hat den Bereich nicht geprüft, für sie liegt also keine Einstufung vor.

Steht neben einer Kompetenz „erst eine Klassenarbeit“, beruht die Einstufung auf einem einzigen Ergebnis. Prüfe die zugehörige Antwort, bevor du daraus einen Förderbedarf ableitest.

Im Schülerportal erscheint bei nur einer Klassenarbeit „erst ein Hinweis“. In deiner Ansicht bleibt die vorläufige Einstufung sichtbar.

Die drei Stufen „unsicher“, „teilweise“ und „sicher“ berücksichtigen die vergebenen Punkte und erkannte Fehlermuster. Wiederkehrende Fehler können die Einstufung auch bei hoher Punktzahl beeinflussen. Für die Stufe „sicher“ braucht es bewertete Leistungen; das bloße Fehlen von Fehlermeldungen reicht nicht aus.

Lernprofil für Schüler:innen freigeben ​

Schülerinnen und Schüler sehen ihr Lernprofil im Schülerportal erst, wenn du es für die jeweilige Klassenarbeit freigibst. Das ist ein eigener Schalter, getrennt von der Ergebnis-Freigabe: du kannst die Note herausgeben und die Kompetenz-Aufschlüsselung zurückhalten, oder umgekehrt. Beides steht im Audit-Protokoll.

Nach der Freigabe sehen die Schülerinnen und Schüler dieselbe Bilanz und dieselbe Entwicklungstabelle wie du, allerdings ohne Punkte, ohne deine Kommentare und ohne Antworttexte.

Kommentare in Einfacher Sprache ​

Neben dem Knopf KI-Vorschlag im Kommentarfeld wählst du die Schreibweise: Standard oder Einfache Sprache. Mit Einfacher Sprache formuliert die KI kurze Hauptsätze mit Alltagswörtern und spricht die Schülerin oder den Schüler direkt an.

Die Wahl gilt pro Antwort, nicht pro Klasse, denn in derselben Gruppe sitzen Schülerinnen und Schüler mit und ohne diesen Bedarf.

Übungen erzeugen ​

Du kannst Übungen an drei Stellen erstellen:

  • Für die ganze Klasse: in den Förderbereichen steht neben jedem Bereich ein Knopf Üben. Er erzeugt für jede Schülerin und jeden Schüler der Klasse ein eigenes Übungsset zu diesem Bereich.
  • Für eine einzelne Person: wähle sie in der Leiste unter Lernprofile und drücke Üben in der Zeile des Bereichs. Das erzeugt ein Set nur für diese Person. Bei Bereichen, die schon sitzen, gibt es keinen Knopf. Die Person findet das Set im Portal unter „Üben“.
  • Nach einer Klassenarbeit (weiterführende Übungen): auf dem Dashboard der Klassenarbeit steht die Karte Weiterführende Übungen. Ein Klick erzeugt für jede Schülerin und jeden Schüler, die in dieser Klassenarbeit einen unsicheren Bereich hatten, ein Übungsset zum gleichen Thema wie die Klassenarbeit, gezielt für den schwächsten Bereich. Hast du den Aufgaben eine Schwierigkeit gegeben, richten sich die Übungen nach dem Niveau der Klassenarbeit und gehen eine Stufe darüber. Voraussetzung ist, dass die Ergebnisse freigegeben sind, denn erst dann berechnet examundo die Kompetenz-Ampel. Die Freigabe erreichst du über das ⋯-Menü oben rechts in der Klassenarbeit, Eintrag „Ergebnisse freigeben“. Solange sie fehlt, zeigt die Karte statt des Knopfs einen Hinweis darauf.

Vorgaben für die Erzeugung (weiterführende Übungen) ​

Über dem Knopf Weiterführende Übungen erstellen kannst du der KI Vorgaben mitgeben, die für alle Sets dieses Durchlaufs gelten:

  • Umfang: ca. 15, 30 oder 45 Minuten Bearbeitungszeit. Daraus ergibt sich die Zahl der Aufgaben (etwa drei Minuten pro Aufgabe, mindestens drei, höchstens fünfzehn).
  • Schwierigkeit: Leichter, Gleich schwer oder Anspruchsvoller, jeweils bezogen auf das Niveau der Klassenarbeit. Gleich schwer bedeutet: Niveau der Klassenarbeit und eine Stufe darüber.
  • Wortschatz aus Vokabelpool: wähle einen deiner Vokabelpools, zum Beispiel die aktuelle Lektion. Vokabelaufgaben nehmen ihre Paare aus diesem Pool, die anderen Aufgabentypen bauen die Wörter in ihre Sätze und Lücken ein. Pools zum Fach der Klassenarbeit stehen in der Liste oben.
  • Themenschwerpunkt: ein kurzer Freitext, etwa „Ferien am Meer“.

Ohne Vorgaben gilt: etwa 30 Minuten, Niveau der Klassenarbeit, freier Wortschatz.

Prüfen und freigeben (weiterführende Übungen) ​

Diese Sets sehen die Schülerinnen und Schüler erst nach deiner Freigabe. Sie sammeln sich auf dem Dashboard der Klassenarbeit zur Prüfung: pro Schüler:in siehst du den Bereich und eine Vorschau der erzeugten Aufgaben. Erst mit Freigeben (einzeln oder Alle freigeben) wird ein Set im Portal sichtbar; mit Verwerfen löschst du ein Set, das dich nicht überzeugt. Prüfe Aufgaben und Lösungen vor der Freigabe.

Zum Verbrauch:

  • Das Erzeugen kostet KI-Kontingent, ein Aufruf pro Person. Bei einer Klasse von dreißig sind das dreißig Aufrufe.
  • Das Üben selbst kostet nichts. Die Aufgaben sind so gebaut, dass examundo sie automatisch prüft, ohne KI. Schülerinnen und Schüler können also beliebig oft üben, ohne dass etwas verbraucht wird.
  • Schülerinnen und Schüler können sich auch selbst Übungen holen, aber nur zu Bereichen, die ihr freigegebenes Lernprofil als unsicher führt, und höchstens dreimal pro Woche.

Reicht das Kontingent für einen Teil der Klasse nicht, siehst du danach genau, für wen kein Set erstellt wurde.

Was aus den Übungen wurde ​

Du siehst es dort, wo du sie erzeugt hast:

  • Im Lernprofil steht unter der Kompetenz, ob das Set schon begonnen wurde, wie viele Aufgaben bearbeitet sind und wie viel davon richtig war.
  • In den Förderbereichen steht bei jedem Bereich, wie viele aus der Klasse ihr Set erledigt haben und wie gut sie im Mittel abgeschnitten haben.

Der Mittelwert zählt nur erledigte Sets, weil offene Sets noch kein Ergebnis haben.

Übungen verändern das Lernprofil nicht ​

Das Lernprofil berücksichtigt korrigierte Klassenarbeiten und abgeschlossene Lernstandschecks. Übungsergebnisse werden gesondert angezeigt. Die nächste Klassenarbeit oder der nächste Check liefert neue Hinweise darauf, wie sicher ein Bereich beherrscht wird.

Voraussetzung für die Auswertung ​

Die Kompetenz-Auswertung pro Schülerin setzt voraus, dass die Zugangscodes über eine Klasse erzeugt wurden. Rein anonyme Codes gehören zu keiner Person. Punkte und Noten funktionieren dort normal, ein Lernprofil gibt es für sie aber nicht. Siehe Klassen und Zugangscodes.

Das Handbuch für Lehrkräfte und Lernende.