Darstellung
Lernstandscheck
Ein Lernstandscheck ist ein kurzer Check von zehn bis fünfzehn Minuten, den die Klasse im Schülerportal schreibt. Er bringt keine Note und keine Spalte im Notenbuch. Er zeigt dir, wo die Klasse in einzelnen Kompetenzen gerade steht, und er füllt den Lernverlauf mit einem weiteren Messpunkt. Drei oder vier Klassenarbeiten im Jahr reichen für eine Kurve nicht aus; mit einem Check alle paar Wochen siehst du, ob eine Förderung wirkt, bevor die nächste Klassenarbeit ansteht.
Anlegen
Du findest die Lernstandschecks in der Klasse unter Lernstandschecks. Mit Neuen Lernstandscheck anlegen gibst du einen Titel, die Dauer und an, ob die KI Freitextantworten vorbewerten soll. Der Check gehört zu der Klasse, in der du ihn anlegst; weitere Klassen kannst du bei der Freigabe ergänzen.
Aufgaben legst du im Editor an wie bei einer Klassenarbeit. Jeder Aufgabe ordnest du eine Kompetenz zu, denn der Check misst Kompetenzen, nicht Punkte. Eine Aufgabe ohne Kompetenz ist mit einem Hinweis markiert. Alle Aufgabentypen außer dem Zeichenwerkzeug stehen zur Wahl. Bei Kurzantwort und Freitext trägst du einen Erwartungshorizont ein, denn die Bewertung braucht eine Grundlage. Fehlt einer Aufgabe die Kompetenz oder der Erwartungshorizont, lässt sich der Check noch nicht öffnen; die Meldung nennt dir die Aufgabe.
Sobald jemand den Check geschrieben hat, sind die Aufgaben festgeschrieben. Für eine neue Messung legst du eine Parallelform an.
Freigeben
Unter Freigabe legst du je Klasse fest, wann der Check offen ist. Entweder trägst du ein Zeitfenster ein, oder du öffnest ihn mit Jetzt öffnen von Hand, zum Beispiel am Anfang der Stunde, und schließt ihn mit Schließen wieder. Ein Klick von Hand geht immer vor dem Zeitfenster.
Jede Schülerin und jeder Schüler schreibt den Check genau einmal. Der Timer läuft ab dem Start des eigenen Versuchs. Beim Schließen werden laufende Versuche mit dem gespeicherten Stand abgeschlossen; was nach Ablauf der Zeit noch eingetippt wird, zählt nicht mehr.
Die Schülerinnen und Schüler melden sich dafür im Schülerportal an, mit ihrem Zugang und dem Code, den sie von dir haben. Zugangscodes wie bei einer Klassenarbeit braucht der Check nicht.
Wie bewertet wird
Geschlossene Aufgaben wie Multiple Choice, Lückentext, Zuordnung oder Zahlenwert bewertet examundo sofort beim Abgeben. Eine leere Aufgabe zählt dabei null Punkte: Anders als bei einer Klassenarbeit ist der Check eine bewusst kurze Messung, und eine nicht bearbeitete Aufgabe ist in ihr ein Ergebnis.
Für Kurzantwort und Freitext erstellt die KI einen Bewertungsvorschlag gegen den Erwartungshorizont. An die KI gehen Aufgabe, Erwartungshorizont und Antwort, ohne Namen, ohne Klasse und ohne Schule. Der Vorschlag kostet KI-Kontingent, ein Aufruf je Antwort. Du siehst ihn in den Ergebnissen mit seiner Begründung und kannst die Punkte jederzeit ändern; deine Punkte gelten dann, der Vorschlag bleibt daneben sichtbar. Hast du die KI für den Check ausgeschaltet, bewertest du diese Aufgaben selbst.
Ergebnisse lesen
Unter Ergebnisse siehst du je Klasse:
- Die Aufgaben mit Antwortquote, Mittelwert, Streuung und dem Anteil voller Punktzahl, dazu die Trennschärfe: wie gut eine Aufgabe zwischen stärkeren und schwächeren Ergebnissen unterscheidet.
- Die Schülerinnen und Schüler mit Punkten und je Kompetenz der Stufe sicher, teilweise oder unsicher, so wie sie in das Lernprofil eingeht.
- Das Klassenband je Kompetenz: Median und die mittleren fünfzig Prozent der Klasse. Ab fünf Abgaben zeigt examundo ein Band; bei weniger wäre es kein Bild der Klasse, sondern von drei oder vier Personen.
Ausstehende KI-Vorschläge stehen oben als Zähler. Ist ein Vorschlag fehlgeschlagen, etwa weil die KI gerade nicht erreichbar war, kannst du ihn mit KI erneut anstoßen oder die Punkte selbst setzen.
Ergebnisse für Schüler:innen freigeben
Die Schülerinnen und Schüler sehen ihr Ergebnis erst, wenn du es unter Freigabe mit Ergebnisse freigeben herausgibst. Das geht, sobald alle KI-Vorschläge vorliegen oder von dir ersetzt sind. Sie sehen dann je Aufgabe ihre Antwort, die Lösung und die Punkte, je Kompetenz ihre Stufe, und bei einer von der KI bewerteten Aufgabe den Hinweis, dass der Vorschlag von der KI stammt und von dir freigegeben wurde. Einen Vergleich mit anderen sehen sie nicht. Mit zurückziehen nimmst du die Freigabe wieder zurück.
Lernverlauf und Lernprofil
Ein Lernstandscheck zählt im Lernverlauf und im Lernprofil wie eine Klassenarbeit: Die Stufe je Kompetenz ergibt sich aus dem Anteil der erreichten Punkte, mit denselben Schwellen. Im Lernprofil der Schülerin oder des Schülers erscheint der Check mit seinem Titel neben den Klassenarbeiten, sobald du die Ergebnisse freigegeben hast.
Parallelform
Für die nächste Messung derselben Kompetenzen legst du über das Menü des Checks eine Parallelform an: ein neuer Check mit denselben Kompetenzen, derselben Zahl an Aufgaben und derselben Punktverteilung, aber neuen Aufgaben. Die KI erzeugt sie für die Typen, die sie beherrscht; die übrigen Aufgaben werden kopiert und sind zum Austauschen markiert. Die beiden Formen sind vergleichbar, nicht identisch: Prüfe die neuen Aufgaben, bevor du freigibst.
Was ein Lernstandscheck nicht ist
Er ist keine Klassenarbeit: Er läuft ohne Note, ohne Notenbuch, ohne Täuschungsschutz und ohne Zugangscodes. Er ist auch keine Probeklausur: Die Schülerinnen und Schüler schreiben ihn einmal, und das Ergebnis zählt in das Lernprofil. Zum Üben ohne Folgen bleibt die Probeklausur.